Homöopathie bei Pflanzen: Studie zeigt hohe Wirksamkeit

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Weit jenseits des Placeboeffekts zeigt Homöopathie Wirkung bei Brassica napus L, bekannt als Rübe

 

In Ecuador ist der Anbau der Rübe (Brassica napus L.) angewiesen auf den Einsatz von Agro-Chemikalien bzw. Düngemitteln. Ihre wahllose Verwendung zeigt jedoch drastische Auswirkungen auf die Umwelt. In diesem Kontext hat sich die landwirtschaftliche Homöopathie als eine ökologische Alternative erwiesen, um den Gesundheitsstand von Pflanzen zu verbessern und zur nachhaltigen Produktion von Gemüse beizutragen. So konnte in einer Studie(1), die ein Forscherteam der Universidad Técnica Estatal de Quevedo, Ecuador, durchgeführt hat, nachweisen, dass sich die Behandlung mit homöopathischen Arzneimitteln besonders positiv auf die vegetative Entwicklung der Pflanzen auswirkt. Die Autoren der Studie kommen zum Schluss: Die landwirtschaftliche Homöopathie im Gartenbau hat Potential, weil ihre Anwendung die Reaktionsvariablen während der Keimung, des Auflaufens, des Wachstums und der vegetativen Entwicklung günstig beeinflussen.

 

Wie wirkt sich die Anwendung von Homöopathie auf die Rübenpflanze aus?

 

Die Forscher untersuchten, wie sich die homöopathischen Arzneimittel Silicia terra (SiT), Natrium muriaticum (NaM) und Phosphoricum acidum (PhA) auf die Keimung, das Auflaufen und die vegetative Entwicklung von Rübenpflanzen auswirken. Dazu wendeten sie ein vollständig randomisiertes 2×3+1 Blockdesign mit drei Wiederholungen für die jeweiligen Stadien der Kultur an. Um den Entwicklungsstand der Pflanzen zu erfassen, wurden verschiedene Variablen herangezogen. Dazu gehörten u.a. der Prozentsatz der Keimung, die Länge des Stiels und der Keimwurzel, das Frischgewicht des oberirdischen Teils sowie der Keimwurzel und das Trockengewicht des oberirdischen Teils wie der Keimwurzel. Im Rahmen der vegetativen Entwicklung der Pflanzen zogen die Forscher die Variablen Pflanzenhöhe, Stammdurchmesser, Blattzahl, Gewicht, Blattfläche und Ertrag heran.

 

Signifikante Unterschiede bei Pflanzen, die mit Homöopathie behandelt wurden, im Vergleich zu Placebo

 

Die Wissenschaftler betonen, dass sich bei allen untersuchten Variablen und Entwicklungsstadien signifikante Unterschiede zwischen den Pflanzen ergaben. Einerseits die Gruppe, die mit Homöopathie behandelt wurde, andererseits die Placebogruppe. Die höchsten Keimwerte erzielten SiT-7CH und PhA -7CH. Sie übertrafen damit die Kontrollgruppe. Mit PhA-7CH und NaM-31CH konnte das Stammwachstum im Keimstadium sowie das Wurzelwachstum im Auflaufstadium stimuliert werden. Die höchste Rentabilität mit einem positiven Nutzen-Kosten-Verhältnis erzielten die Pflanzen, die mit SiT-7CH behandelt wurden.

 

(1) Abasolo-Pacheco, F. C. M.; Ojeda-Silvera, J. E.; Cervantes-Molina, E.; Moran-Villacreses, D.; Vera-Aviles, E.; Ganchozo-Mendoza, y J. M. Mazón-Suástegui. (2020): Respuesta agronómica del nabo (Brassica napus L.) a la aplicación de medicamentos homeopáticos. Terra Latinoamericana Número Especial 38-1: 67-82. DOI: https://doi.org/10.28940/terra.v38i1.667.

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