Warum Homöopathie in Drogerien nichts zu suchen hat

Warum Homöopathie in Drogerien nichts zu suchen hat

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Homöopathie neben Nahrungsergänzung birgt erhebliche Risiken für die Patientensicherheit

„Globuli zu Pralinen“, „Homöopathie raus aus den Apotheken“, mit diesen Forderungen ziehen die Gegner der bewährten und beliebten alternativen Heilmethode derzeit ins Feld. Sie verkennen dabei, dass es sich bei der Homöopathie um ein individualisiertes Heilverfahren handelt, das den Patienten ganzheitlich betrachtet und seine spezifische körperliche Symptomatik in die Lebenssituation insgesamt einordnet. „Plakativ ausgedrückt kann ein homöopathisches Arzneimittel nur dann richtig zum Einsatz kommen, wenn eine Anamnese vorausgeht. Anders als in der konventionellen Medizin behandelt die Homöopathie folglich nicht nach „Schema F“. Entsprechend hoch ist der Beratungs- und Informationsbedarf bei Patienten, die sich Homöopathie wünschen“, schildert Sanitätsrat Dr. med. Fred-Holger Ludwig, der in seiner Praxis als niedergelassener Gynäkologie Homöopathie adjuvant einsetzt.

Patient, der nach Homöopathie fragt, braucht eine qualifizierte Beratung

„Selbstmedikation – und das wäre die Folge, wenn Homöopathie aus den Apotheken verschwindet – birgt erhebliche Risiken. Es fehlt der wichtige Kontakt zum Arzt oder Apotheker, der Symptome hinterfragen und schwere Erkrankungen ausschließen kann. Der Apotheker kann im Gespräch mit dem Patienten, der nach Homöopathie fragt, herausfinden, ob eine ärztliche Behandlung bereits stattgefunden hat oder ob sie ratsam wäre. Ohne diesen wichtigen Beratungskontakt kann wertvolle Zeit verstreichen, wenn ein ernsthaftes Leiden unerkannt bleibt “, erklärt Sanitätsrat Dr. med. Fred-Holger Ludwig.

Es ist ausgeschlossen, dass Mitarbeiter in der Drogerie qualifiziert zur Homöopathie beraten

Nach Angaben des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte sind in Deutschland zurzeit 1240 homöopathische Arzneimittel zugelassen und etwa 3550 ohne therapeutische Indikation registriert. „Es ist ausgeschlossen, dass die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter in der Drogerie nebenan in der Lage ist, in diesem Zusammenhang fachlich qualifiziert zu beraten“, stellt Dr. Ludwig heraus. Vielmehr ist es Aufgabe des Apothekers, als Spezialist für Arzneimittel objektiv und unabhängig im Interesse des Patienten und mit Blick auf seine Gesundheit das richtige Medikament zu empfehlen.

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Dr. med. Fred-Holger Ludwig

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