Homöopathie: Mehr Umsatz in Apotheken

Homöopathie: Mehr Umsatz in Apotheken

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Apotheken setzten im Vergleich zum Vorjahr fünf Prozent mehr mit Homöopathika um

Homöopathie ist für viele Patienten weiterhin eine gute Behandlungsalternative. Das zeigen aktuelle Zahlen zum Umsatz mit homöopathischen Arzneimitteln im Vergleich der ersten Halbjahre 2017 und 2018. Daten des Marktforschungsunternehmens IQVIA belegen, dass

– der Umsatz von rund 321 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2017 auf 388 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2018 gestiegen ist. Das entspricht einer Umsatzsteigerung von rund fünf Prozent.
– Der Absatz stieg um etwa zwei Prozent.
– Zudem wurde ein Anstieg der Zahl der verkauften Packungen von 27 auf 27,7 Millionen erfasst.
– Der Jahresabsatz im Vergleich der Jahre 2012 und 2017 ging ebenfalls nach oben. Im Jahr 2012 wurden rund 46 Mio. Packungen, im Jahr 2017 53 Mio. Packungen in Apotheken verkauft.

Homöopathie ist weiterhin unter den Patienten sehr beliebt

Die aktuellen Umsatz- und Absatzzahlen belegen nicht nur eine steigende Nachfrage. Sie zeigen auch, wie beliebt die Homöopathie in der Bevölkerung und bei Ärzten ist. Studien der Versorgungsforschung machen deutlich, dass sich homöopathische Arzneimittel bewähren – im Praxisalltag und bei vielen Erkrankungen in der Selbstmedikation. Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) nahm die Nachfrage nach Homöopathie und Kostenerstattungen bei den deutschen Krankenkassen in den Blick. Die Umfrage zeigte, dass sich immer mehr Menschen mit Nachfragen nach Homöopathie an ihre Krankenkasse wenden. Ein Drittel aller Suchabfragen beinhaltet diese Therapieform.

Homöopathie oder konventionelle Arzneimittel – Patienten wollen die Wahl haben

Patienten ist die Wahl zwischen Arzneimittel und Therapie-Einrichtungen wichtig. Das zeigte eine Forsa-Umfrage von 2017. Patienten wollen mitentscheiden. Das gelte auch für die Auswahl an Arzneimitteln in der Apotheke. Unterschiedliche Therapieprinzipien sollten nach Vorstellung von drei Viertel der Befragten parallel und ergänzend eingesetzt werden. 60 Prozent der Befragten gaben an, es nicht als richtig zu empfinden, wenn man die Erstattung von freiwilligen Satzungsleistungen verbieten würde.

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Dr. med. Fred-Holger Ludwig

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