Homöopathie: Lachesis und seine psychische Wirkung Das homöopathische Arzneimittel Lachesis ist bekannt für seine Wirkung auf Geist und Gemüt Lachesis, ein homöopathisches …
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Im Interview mit dem National Geografik plädiert der Chefarzt der Abteilung für Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus Berlin, Prof. Dr. med. Andreas Michaelsen, für eine Verbindung von konventioneller Medizin und Naturheilkunde im Sinne einer integrativen Medizin. In seinem ärztlichen Team arbeiten auch Kollegen, die Homöopathie anwenden. Michaelsen verweist auf Beobachtungsstudien an der Charité, die bei Allergien Effekte nach der Behandlung mit homöopathischen Arzneimitteln zeigen. Die Naturheilkunde, zu der auch die Homöopathie gezählt wird, ist laut Michaelsen in deutschsprachigen Ländern sehr positiv besetzt. Selbst etwas zu tun, sei bei Patienten geschätzt. Das stehe im Gegensatz zur eher passiven, sehr technisch orientierten und immer fragmentarischeren Medizin, die sich entwickelt habe. Den Patienten sei es kaum noch möglich, die Behandlung nachzuvollziehen. Der Vorteil der Naturheilkunde sei es, den Patienten zu selbstverantwortlichem Handeln für ihre Gesundheit zu motivieren.
Michaelsen zitiert eine aktuelle Umfrage, nach der sich 70 Prozent der Deutschen wünschen, im Krankheitsfall auch mit alternativen Methoden behandelt zu werden. Zugleich betont der Internist, der Heileffekt sei größer, wenn der Arzt mehr Zeit aufwende. Dies zeigte auch der Bertelmann Gesundheitsreport[1], in dem homöopathisch tätige Ärzte bessere Bewertungen als nicht-homöopathische Mediziner erhielten. Ein Faktor dabei: Die ärztliche Zuwendung. Für Michaelsen ist das ein zentraler Faktor, den die moderne Medizin vernachlässige. Für seinen eigenen ärztlichen Weg hat Michaelsen erkannt, die befriedigerende ärztliche Tätigkeit ist die, die sich den Ursachen widmet, warum Patienten zum Beispiel an einer Gefäßerkrankung leiden.
Zur Verbindung von Schulmedizin und Naturheilkunde erklärt Michaelsen, in beiden Lagern gebe es „Scharlatane und Unseriöses“. So würden Eingriffe vorgenommen, für die es keine Evidenz und keinen Wirksamkeitsbeleg gebe und die überteuert und gefährlich seien. Dennoch würden sie durchgeführt. „Wenn dasselbe die Naturheilkunde machen würde, gäbe es sofort einen Aufschrei“, zeigt sich der Arzt überzeugt. Die jüngere Ärztegeneration dagegen sei offen gegenüber naturheilkundlichen Verfahren. Viele Kritiker haben seiner Einschätzung nach wenig Kenntnis dieser Methoden. Die geringe Studienlage in der Naturheilkunde erklärt Michaelsen mit dem Patentschutz, der in der Naturheilkunde keine Rolle spiele. Folglich gebe es keine Industrie, die die Forschung fördert. Das führe zu mangelnder Evidenz. Studien zu traditionellen Verfahren seien jedoch oft überraschend positiv.
[1] Jan Böcken, Bernard Braun, Rüdiger Meierjürgen (Hrsg.), Gesundheitsmonitor 2014. Bürgerorientierung im Gesundheitswesen. Kooperationsprojekt der Bertelsmann Stiftung und der Barmer GEK, 1. Auflage 2014.
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